Synonyme

historische Verwendung

Wirkungen

  • hemmt die Synthese von Stickstoffmonoxid; fängt vorhandenes NO ab
  • trennt Stickstoffmonoxid (NO) vom der Cytochrom-c-Oxidase (COX) der Atmungskette
  • erhöht die Sauerstoffaufnahme im Gewebe
  • erhöht die ATP-Bildung um bis zu 30%
  • erhöht das NAD/NADH-Verhältnis
  • erhöht den Glukoseverbrauch
  • senkt die Laktatbildung
  • hemmt die Bildung von Zytokinen wie Interleukin-1, Interleukin-6, TNF-alpha
  • erhöht Interleukin-10
  • erhöht Calciumausstrom aus Nervenzellen bei Calciumüberladung durch Glutamatüberschuß bei Neurostreß
  • hemmt die Monoaminoxidase (MAO)
  • reduziert die Bildung von Acetylcholin, indem es die Acetylcholin-Rezeptoren blockiert
  • fungiert als alternativer Elektronentransporter in der Atmungskette
  • im MRT nachweisbare Verbesserung der Durchblutung der Amygdala

  • hemmt Östrogen
  • hemmt Prolaktin
  • senkt TSH
  • erhöht T3 und T4
  • erhöht Testosteron
  • in vitro nachgewiesene zytotoxische Wirkung auf Krebszellen
  • in Kombination mit Infrarot-Laser-Bestrahlung als Photodynamische Therapie erhöhter zytotoxischer Effekt auf Krebszellen
  • erhöht Sensitivität von Krebszellen gegenüber Chemotherapeutika
  • hemmt das Wachstum zahlreicher Viren.
  • Bisher nachgewiesen wurde die Wirkung von MB alleine oder als PDT in Verbindung mit Rotlicht:
    • Herpesviren
    • SARS-CoV-2 (hemmt Spike-Bindung an ACE-Rezeptoren)
    • Dengue-Viren
    • Flavivirus
    • Enterovirus 71
    • porzine Parvoviren
    • Hepatitis-A-Viren
    • Pseudorabies-Viren
    • Erreger der bovinen-Virus-Diarrhoe
    • HIV-1
    • West-Nil-Viren
    • Zikaviren, Sindbis-Viren
    • MERS-Erreger

  • Verbesserung der Gedächtnisleistung
  • Verbesserung kognitiver Funktionen in neuropsychologischen Tests
  • antidepressiv
  • angstlösend

Dosisabhängige Wirkungen

> 2 mg/kg

  • MAO-Hemmung

Nebenwirkungen

  • Nach Verabreichung hoher Dosen oder langfristiger Zufuhr ist eine vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion möglich. Diese sollte deshalb überwacht werden.
  • meist vorübergehende Blutdruckerhöhung bei neu begonnener regelmäßiger Einnahme
  • Schwindel, Kopfschmerz
  • Verwirrtheit, Angstzustände
  • Schlafstörungen
  • selten: Krampfanfälle
  • Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall
  • Blutdrucksteigerung oder -senkung
  • allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Schock)
  • Blutbildveränderungen: Erythropenie/Anämie, Leukopenie, Thrombopenie

Risiken

Indikationen

  • Oxydativer Streß
  • Nitrosativer Streß
  • Störungen der mitochondrialen Atmungskette (Mitochondrial Respiratory Chain Dysfunction, MRCD)
  • Silent Inflammation
  • Neuroinflammation
  • Paracetamol (Acetaminophen)
  • Cyanidvergiftung
  • Kohlenmonoxid (CO)
  • Natriumnitrat, Natriumnitrit
  • Formaldehyd
  • Amylnitrat (in der Partydroge „Poppers“)
  • Lidocain, Benzocain
  • Schwermetalle (Aluminium, Kupfer, mCadmium…)
  • Fluorid (Zahnpasta!)
  • Chlordioxid (in Haushaltsreinigern)
  • COVID-19
  • Shampoos, Deos, Seifen

Methylenblau ist gegen alle Malariaerreger in den weltweit endemischen Gebieten hochwirksam!

Bisher wurde die Wirkung von Methylenblau ggf. im Rahmen einer Photodynamischen Therapie bei folgenden Erregern nachgewiesen:

  • Herpesviren
  • SARS-CoV-2
  • Dengue-Viren
  • Flaviviren
  • Enteroviren 71
  • porzine Parvoviren
  • Hepatitis-A-Viren
  • Pseudorabies-Viren
  • Erreger der bovinen-Virus-Diarrhoe
  • HIV-1
  • West-Nil-Viren
  • Zikaviren, Sindbis-Viren
  • MERS-Erreger

retrospektive Studien

    randomisierte Studien

    randomisierte Studien

    randomisierte Studien

    Hinweise

    MB bremst in Studien den kognitiven Abbau.