Eigenschaften

  • überwindet die Blut-Hirn-Schranke

Wirkungen

  • hemmt die Glycogen-Synthase-Kinase-3 (GSK-3)  → Stabilisierung der stimmung, Reduktion von Oxidativem Streß im Gehirn
  • stimuliert Serotoninbildung aus Tryptophan
  • erhöht Dopaminfreisetzung im Nucleus accumbens → Stabilisierung von Stimmung und Motivation
  • beeinflusst die Sensitivität von D2-Rezeptoren
  • Reduktion von Zytokinen im Gehirn → entzündungshemmend
  • erhöht die BDNF-Produktion
  • erhöht die Nurr1-Konzentration in der Substantia nigra und schützt so dopaminproduzierende Nervenzellen

reduziert das Risiko für:

  • Bluthochdruck, Herzinfarkt
  • Schlaganfall (bis zu -70%)
  • Adipositas
  • Diabetes mellitus
  • M. Parkinson (nur niedrige Dosierungen; cave: unter therapeutischer Dosierung bis zu 25% Tremor als Nebenwirkung – dieser wir oft als diagnosebestimmendes Parkinsonsymptom fehlgedeutet!)
  • M. Alzheimer
  • Malignes Melanom
  • Colitis ulcerosa

Wirkungen im Low-dose-Bereich

  • Anregung der Lysosomen-Aktivität

Klinische Wirkungen:

  • stimmungsstabilisierend
  • beruhigend
  • angstlösend
  • antisuizidal

Vorkommen

Lithium findet sich in geringen Mengen in:

  • Tabak (eine Zigarette enthält ca. 0,017 mg Lithium; tgl. Dosis bei 20 Zigaretten/Tag: ca. 0,35 mg)
  • Wasser (tägliche Aufnahme über das Trinkwasser: Spuren bis über 10 mg)
  • einigen Lebensmitteln
  •  

Dosierungen

Seit 1970 in therapeutischer Dosis zur Behandlung und Phasenprophylaxe Bipolarer Störungen zugelassen.

Therapeutischer Serumspiegel

0,6 – 1,2 mmol/l

30 mg reines Lithium  pro Tag als Lithiumaspartat gelten nach derzeitigem Wissensstand als wirkungsvoll, unbedenklich und nebenwirkungsfrei.
Initial 5mg als Lithiumaspartat abends – pro 1-2 Wochen um je 5mg steigern – bis max. 30mg (ggf. auf den Tag verteilt).