Begriffe

Zu den Amphetaminen (Stimulanzien oder Weckamine) zählen Ritalin, Ecstasy, MDMA, Speed und Crystal Meth

Speed (Pep, Upper)

Gestrecktes Drogengemisch aus diversen Zutaten, die sich meist nicht einzeln erkennen lassen. Es enthält eine synthetisch hergestellte Amphetaminform und meist Paracetamol, Koffein, Milchpulver oder sogar Methamphetamin (Crystal Meth).

Art der Verwendung

  • nasal als „line“: schneller Wirkeintritt (wenige Minuten)(„Kick“), Wirkdauer einige Stunden
  • oral als Tablette: langsamerer Wirkeintritt, Wirkdauer bis zu 10 Stunden
  • rektal: selten
  • parenteral: selten, große Gefahr der tödlichen Überdosierung bei i.v. Injektion!

Wirkungen

Biologische Wirkungen

überwindet die Blut-Hirn-Schranke

  • gesteigerte Ausschüttung von Adrenalin:
  • gesteigerte Ausschüttung von Noradrenalin:
  • gesteigerte Ausschüttung von Dopamin:

erwünschte Wirkungen

  • dauerhafte Erregung
  • Stimmungsaufhellung
  • unterdrückte Müdigkeit
  • unterdrückte Hungergefühle
  • Gefühl, körperlich und geistig leistungsfähiger zu sein
  • erhöhtes sexuelles Verlangen

Kurzzeit-Nebenwirkungen

  • Herzrasen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Psychotische Zustände mit Paranoia (Amphetamin-Psychose)
  • Depressive Verstimmungen
  • Gereiztheit und Aggressivität
  • Angst– und Panikattacken

Langzeit-Nebenwirkungen

  • Geschwächtes Immunsystem
  • teilweise ausgeprägte Erhöhung des Blutdrucks
  • toxische Gefäßschädigung/Vaskulitis
  • Risiko für Hirnblutung bei jungen Konsumenten bis zu 13% erhöht
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsverlust / Unterernährung
  • Hauterkrankungen
  • Neigung zu Selbstverletzungen und Suizid
 

Toleranzentwicklung

Besonders gefährlich ist der Drogenkonsum kombiniert mit sogenannten Beta-Blockern, Mao-Hemmern oder trizyklischen Antidepressiva. Hier kommt es zu einem starken Blutdruckanstieg und damit verbunden zu akuter Lebensgefahr.

Speed-Entzug

Im Amphetamin-Entzug kommt es vorwiegend zu Depressionen oder Angstzustände, die den Entzug für den Betroffenen meist unerträglich gestalten. Umso wichtiger ist es, den Entzug unter ärztlicher Kontrolle durchzuführen und die Entzugssymptome durch Medikamente zu lindern.
Die Entzugserscheinungen klingen meist nach maximal zwei Wochen ab. Deutlich langwieriger ist es, das psychische Verlangen nach der Droge zu überwinden und die Spätschäden zu therapieren.