Begriffe

Hanf

genießbare Samenerzeugnisse und Faserstoff

Cannabis

gesamte Pflanze (Cannabis sativa L., Cannabis indica Lam., Cannabis ruderalis Janisch.) inkl. psychoaktiver Substanzen

Marihuana

getrocknete weibliche Blüten und Blätter
Δ9-THC-Gehalt 1-25% (Mittel 5%)

Haschisch

Extrakt aus dem getrockneten Harz mit Pflanzenanteilen der weiblichen Hanfpflanze zu Blöcken gepresst

Hanföl (Hanfsamenöl)

Kaltpressung der Samen
→ enthält i.d.R. keine Cannabinoide; durch Verunreinigungen bei der Herstellung: 0,3-19,73 µg Δ9-THC und 6,66-63,40µg CBD pro Milliliter Öl

Cannabisöl

Lösungsmittelextrakt des Harzes der weiblichen Hanfblüten
THC-Gehalt bis 80%

Ätherisches Hanföl

Wasserdampfdestillation des getrockneten Krautes (Blätter und Blüten)
→ enthält i.d.R. keine Cannabinoide; maximal Spuren von CBD (0,17%)

 

 

Wirkungen

Wirkungen von THC

  • Stimulation des Sympathischen Nervensystems bei gleichzeitiger Hemmung des Parasympathischen:
    • Erhöhung der Herzfrequenz
    • Erhöhung des Sauerstoffbedarfs der Herzmuskulatur
  • Steigerung Appetits, Heißhunger
  • Verminderung des Bewegungsdrangs

Risiken durch Cannabis-Konsum

  • Entwicklung akuter Psychosen
  • erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Hodenatrophie, Impotenz
  • Menstruationsstörungen (Verlängerung der Follikelphase, verzögerter Eisprung), bei regelmäßigem Cannabiskonsum: weniger fruchtbar Zyklen pro Jahr

Wirkungen von Cannabiskonsum in der Schwangerschaft:

Cannabiskonsum zum Zeitpunkt der Konzeption kann zur Störung der Einnistung und Entwicklung des Embryos führen.

  • Die Aktivität des Vagusnerv (sorgt für Entspannung, Erholung und Regenerationsvorgänge im Körper) der Kinder von Cannabis konsumierenden Müttern ist nachweislich reduziert. → Die Kinder sind deutlich aktiver und weniger konzentrationsfähig
  • die Herzratenvariabilität der Kinder ist vermindert.  Dies ist ein Zeichen für fehlende Regenerationsfähigkeit verbunden mit einem deutlich erhöhten Herz-Kreislaufrisiko.

Cannabinoide hemmen Gene in der Plazenta, die wichtig für die Funktion des Immunsystems sind → Störung des Immunsystems, erhöhte Cortisolspiegel beim Kind

schlechtere Informationsverarbeitung und Gedächtnisleistung des Kindes im Alter von 12 Jahren festgestellt

Durch eine gestörte Durchblutung in wichtigen Hirnarealen werden zentrale Nervennetzwerke für die kognitiven Funktionen geschädigt, was zu Denkstörungen bis ins frühe Erwachsenenalter führen kann.